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Gehaltsverhandlung für Mfa und Arzthelferin(m/w/d)

Aktualisiert: 23. Nov 2020


Ihr lieben Kolleginnen und Kollegen,

wir hatten bereits letztes Jahr ein Appell an Euch gerichtet. Darin ging es um eine leistungsgerechte Bezahlung für MFA / Arzthelferin(m/w/d). Hier findet ihr nochmal den Link zum Nachlesen: https://www.hitfol.com/unser-appell-an-euch-liebe-mfa-s-arzthelferinnen-m-w-d.

Heute möchten wir es mit Euch nochmal anpacken und Euch bei Eurer leistungsgerechten Bezahlung in einer Gehaltsverhandlung unterstützen. Ihr findet hier kurze und knackige Tipps, die Ihr bei Eurer nächsten Gehaltsverhandlung anwenden könnt.

  1. Als erstes solltet Ihr nicht den Fehler machen und über Euer Gehalt mit Euren Kolleginnen und Kollegen sprechen und diese dann vergleichen. Dies führt nur zur Ärgernis, Neid und Unstimmigkeiten im Team. Jeder hat es selbst in der Hand, in welchem Ausmaß man persönlich für sich selbst spricht, um mehr Gehalt für sich auszuhandeln. Einigen von Euch fallen Verhandlungen leichter, den Anderen wiederum sind solche Situationen eine Last. Um diese Unannehmlichkeit zu vermeiden, akzeptieren sie ohne Widerworte das Angebot. Also solltet Ihr den Schwerpunkt auf Euch legen und schauen, was Ihr auf dem Kasten habt und was Ihr der Praxis bietet.

  1. Macht Euch dabei Gedanken, wieviel Gehaltserhöhung Ihr Euch denn wünscht? Eine Liste mit Privatausgaben, wie der monatlichen Fixkosten, kann dabei hilfreich sein. Wieviel Überschuss zum Leben ( Einkaufen, Ersparnisse, Vorsorge etc.) hättet Ihr gerne? Wie ist das aktuelle Gehalt und was bleibt übrig? Wieviel mehr braucht/wünscht Ihr Euch? Stellt eine Pro-und Kontra-Liste über Eure Leistung auf. Stellt Euch dabei die Frage, seid ihr bereit, wenn gefordert wird, Euch weiter- und fortzubilden, für mehr Gehalt mehr Verantwortung zu übernehmen?

  1. Nach dem Ihr Euch ausführlich Gedanken über Euer mögliches Wunschgehalt gemacht habt, solltet Ihr überprüfen, ob das auch so realistisch und umsetzbar ist in unserem Beruf als Mfa / Arzthelferin (m/w/d). Hier kann ein Vergleich mit einem Tarifvertrag als Orientierungshilfe dienen. Natürlich spielt die aktuelle Lage in der Praxis eine Rolle, zum Beispiel wo Ihr arbeitet, welche Fachrichtung, wie großzügig der Chef ist, wie läuft die Praxis momentan? Ist die Erhöhung bei Eurer momentanen Leistung angebracht? Wie ist mein Marktwert momentan? Wenn Ihr einige Punkte vorab in Erwägung gezogen habt und diese dafür sprechen, dann steht Euch nur noch das große Gespräch bevor.

  2. Richtiges Timing - sucht Euch den richtigen Zeitpunkt für Euer Verhandlungsgespräch aus. Denn dies kann Einfluss für den Ausgang Eures Gespräches haben. Bei einem überfüllten Warteraum steht der/die Chef/in unter Zeitdruck und ist natürlich gestresst. Das wäre wohl eher kein guter Zeitpunkt, um über mehr Geld zu sprechen. Auch an einem Montagmorgen oder während der Quartalsabrechnung ist das auch nicht so ideal. Wie wäre es vor dem Praxisurlaub oder an einem Freitagmittag, wenn die Sprechstunde so langsam zu Ende geht und die Vorfreude auf das Wochenende kommt? Was ebenfalls hilfreich für Euer Gespräch sein kann, ist sich einen Termin im Praxisplaner einzutragen und zu reservieren - so als seid Ihr selbst ein Patient.

  3. Wenn Ihr bereits schon einige Verhandlungen geführt habt, dann fällt es Euch womöglich nicht mehr so schwer wie bei Euren allerersten Gesprächen. Wir empfehlen trotzdem, sich immer auf ein Gespräch vorzubereiten. Dies könnt ihr schriftlich festhalten oder spielerisch mit einem/r Freund/in durchführen. Dadurch gewinnt Ihr mehr Sicherheit und tretet souverän die Verhandlung an. Geht auch Fragen durch, die dein/e Chef/in möglicherweise stellen wird, zum Beispiel wieso möchten Sie genau jetzt eine Gehaltserhöhung? Welchen Aufgabenbereich möchten sie zukünftig in der Praxis übernehmen? Sind sie bereit für mehr Gehalt auch mehr Verantwortung zu übernehmen ? Welche Fortbildungen wollen Sie? Hier haben wir nur ein paar Beispiele aufgezählt. Es gibt noch einige Fragen und Anforderungen seitens Eures/r Chef/in. Also bewaffnet Euch mit guten Argumenten und passenden Antworten.

  4. Auch eine Ablehnung gehört leider zum Gesprächsausgang dazu. Darauf solltet Ihr ebenfalls gefasst sein. Überlegt Euch vorher, wie Ihr im Fall der Fälle damit umgeht. Einige fühlen sich danach in Ihrer Leistung nicht wertgeschätzt, weil einem der/die Chef/in mit dem Gehalt nicht entgegenkommt. Andere wiederum sehen die Ablehnung als ausschlaggebenden Punkt, einen Wechsel in eine andere Praxis vorzuziehen. So oder so solltet Ihr das nicht persönlich nehmen und nicht gleich den Kopf in den Sand stecken. Denn über eine Gehaltsablehnung ist noch genug Raum zum Verhandeln. Denn auch der/die Chef/in weiß über die möglichen Konsequenzen Bescheid,wenn er/sie Eure Wünsche abgeschlagen hat. Also erst mal einen kühlen Kopf bewahren.

Wir hoffen, wir konnten Euch ein paar Denkanstöße mit auf Euren Weg zum nächsten Verhandlungsgespräch geben. Wenn es nicht gleich beim ersten Gespräch gelingt, dann nehmt Euch die Zeit und lasst nochmal das vergangene Gespräch durch den Kopf gehen. Woran lag es und was war eigentliche der Grund für die Ablehnung? Wo könnte man nochmal ansetzen? Baut Eure Strategie nochmal aus. Sobald Ihr wieder bereit seid, solltet Ihr auf alle Fälle erneut ein Gespräch mit Eure/r Chef/in suchen, um neu zu verhandeln und nach Kompromissen zu suchen. Wir sind uns sicher, dass Ihr bereits stolz auf Euch sein könnt, den Anfang gemacht zu haben. Mit etwas mehr Biss und Durchhaltevermögen kommt Ihr sicher zu Eurem leistungsgerechten Wunschgehalt.

Euer Hitfol für Mfa & Ärzte

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